Musikialisch-Kulinarischer Genuss im Berliner Plätzchen

Mit Musik aus Italien wird am kommenden Dienstag, 06.06, 19 Uhr, die Sommerkonzertreihe „2 3/4“ eröffnet. Die Missione Cattolica Italiana singt mit und für uns eine Dreiviertelstunde lang italienische Lieder. Im Anschluss kann man sich und anderen bei landestypischen Spezialitäten begegnen.

Dieser Dialog aus Musik und Begegnung bei Speis und Trank bildet auch den Rahmen für die weiteren Konzerte an Dienstagabenden im Berliner Plätzchen (Berliner Straße 173)
Am 13.06 werden Marcos Pereira und João Martins Musik aus Portugal zum Besten geben. Dabei wird nicht nur Fado erklingen. Es folgt am 20.06 Polnische Folklore und am 04.07 Musik des eigens für diese Sommerkonzerte gegründeten kfd-Projektchors.
Etwas lauter wird es am 18.07 wenn das Oberbarmer Blasorchester entsprechende orchestrale Blasmusik aufführt.

Kurz und kompakt.
An Dienstagabenden um 19 Uhr.  Musik und Speis und Trank.
Der Eintritt ist immer frei. Ein Spendenhut liegt aus.
Es lohnt sich!

Kostenfreies Angebot

Ihr habt eine Idee? Wir den Raum.
Im Rahmen des Projektes Berliner Plätzchen in einem ehemaligen Ladenlokal an der Berliner Straße, gibt es aktuell Montag, Dienstag und Freitag vormittags zwischen 10 und 14 Uhr die Möglichkeit, kostenfrei dieses Lokal zu nutzen. Und nein, es gibt keinen Haken.

Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt: Hilfegruppen, Coworking, Familiencafé, Reperaturcafé, Bastelgruppe, Strickgruppe,…
Wichtig ist dabei, dass euer Angebot in irgendeiner Weise dem Wohl der Gesellschaft dient.
Falls ihr Interesse habt, meldet bei Max Moll: hallo@maxmoll.
Vielleicht gibt es ja auch Gruppen, die aktuell einen Raum suchen.

Randnotiz #2 – Worauf warten wir?

Estragon: Komm, wir gehen!
Wladimir: Wir können nicht.
Estragon: Warum nicht?
Wladimir: Wir warten auf Godot.
Estragon: Ah!

Am gestrigen Donnerstag waren wir mit den Firmlingen unserer Gemeinden in der Synagoge bei unseren „älteren Geschwistern“, wie Papst Johannes Paul II. die Juden einmal bezeichnete. Während wir nun zeitlich vor dem eigentlichen Besuch der Synagoge auf dem Platz gegenüber von Müller in Barmen standen, warteten wir. Wir warteten auf Personen, die nicht zum vereinbarten Zeitpunkt da waren. Und während wir warteten, versuchten die Personen die Zeit zu vertreiben. Mit Fragen wie „Wie viele Schuhpaare hast du eigentlich“ oder „Musik hören“, oder anderen mehr oder wenig belangvollen bzw. belanglosen Dingen.

Szenenwechsel. Theater am Engelsgarten. Fast alle Plätze sind besetzt. Das Stück beginnt mit etwas Verspätung. Wieder warten. Im Laufe des Abends nötigt es die Zuschauer, mehr als Zuschauende zu sein, sondern unmittelbar Beteiligte zu werden. Die Zuschauer sollen mitfühlen, mitwarten, miterleben. Sie sollen die Belanglosigkeit des Wartens in seiner vollen Härte, aber auch in den faszinierenden Nuancen seiner Einfachheit durchleben. Warten heißt dabei auch aushalten. Die Situationen, die Didi und Gogo (wie Wladimir und Estragon sich in des von Volker Schmalöer inszenierten Klassikers gegenseitig nennen) erleben und miteinander teilen, verbleiben nicht am Bühnenrand. Sie greifen über, sie sind übergriffig, bis hoch in die obersten Reihen des Theaters. Sie werden über den Bühnenrand hinweg geteilt.

Zurück zur Synaoge. Leonid Goldberg, Vorstandsvorsitzender der jüdischen Kultusgemeinde, erklärt den Jugendlichen Symbole und Eigenheiten der Synagoge und des jüdischen Glaubens. Es fällt schwer, ihm nicht zu folgen. Auch weil er immer wieder Fragen stellt, die teils mit einer ordentlichen Portion Kritik vermengt sind. Irgendwann stellt jemand die Frage, was denn das persönliche Glaubensziel von Herrn Goldberg sei. Er kommt ins Stocken und gibt dann einer aus meiner Sicht eher unbefriedigende Antwort. Worauf wartet Herr Goldberg letztlich? Was erwartet er? Was darf er hoffen? Was will er hoffen?

Didi und Gogo warten auf Godot, der nicht kommt, nicht kommen kann oder nicht kommen mag. Man weiß es nicht. Stattdessen kommen Pozzo und Lucky. Und spätestens jetzt geht die Darstellung über ein Schauspiel hinaus. Sie macht betroffen. Sie trifft dich und mich. Pozzo und Lucky, ein Herr und sein Knecht, sind gegenseitig aufeinander angewiesen. Lucky wird wie ein „Schwein“ behandelt und von seinem Herrn an einer Leine herumgeführt, bzw. Pozzo wird von Lucky geführt. Lucky wird geschlagen, missbraucht, vorgeführt, letztlich wird sein Wille vergewaltigt. Und während Didi und Gogo anfangs noch auf der Seite von Lucky waren, verschwimmen die Grenzen von Schwarz und Weiß, von Gut und Böse.

Pause. Goldberg beantwortet noch einige Fragen, und endet dann. Er scheint, zufrieden zu sein. Mit sich selbst, mit den anderen, mit dem Tag. Und doch bleibt die Frage im Raum. Wofür leben wir eigentlich? Was erwarten wir? Die Firmlinge gehen nach Hause. Das Leben geht mit?

Die Pause endet. Und die Plätze im Theater sind leerer. In Reihe 9 sind mehr als die Hälfte der Plätze leer geblieben, in anderen Reihen fehlen vereinzelte Personen. Warten heißt auch aushalten. Können wir in dieser Zeit nicht mehr aushalten? Können wir in dieser Zeit die Kälte und Härte der Wirklichkeit nicht ertragen? Konnte oder wollte der oder die ein oder andere möglicherweise nicht mehr miterleben, wie mit Lucky umgegangen wird? Was wenn Angst darin bestand, sich letztlich mit allen Rollen, auch mit der des Pozzo, zu identifizieren?
Im zweiten Teil des doppelten Einakters von Samuel Beckett kehren Pozzo und Lucky nochmal zurück und können sich nicht an Didi und Gogo erinnern. Pozzo ist nun blind und Lucky stumm. Könnte man Pozzo mit der Gesellschaft identifizieren und und ist diese Gesellschaft blind geworden, für das was die Menschen bewegt? Selbst wenn sie ihnen begegnet? Und sind wir stumm geworden? Erheben wir nicht mehr unsere Stimme? Und gehen stattdessen, wenn es wirklich ernst wird?
Wladimir: Also wir gehen?
Estragon: Gehen wir!
Sie gehen nicht von der Stelle

Worauf warten wir?

Randnotiz ist eine lose Folge von Gedanken zu aktuellen Themen rund um Oberbarmen und darüber hinaus. Verfasst vom theologischen Mathematiker Max Moll, Leiter des Berliner Plätzchens.

Randnotiz #1

Randnotiz #1 – Fürchtet euch nicht

Angst kein guter Berater?
Je nach Betrachtung gilt Angst bzw. Furcht als „Grundemotion“. Eine Emotion, die oft mit einer Bedrohung oder je nach Situation auch bloß bei der Vorstellung dieser Bedrohung einhergeht. In der Psychologie wird ab und an zwischen Angst vor etwas Allgemeinen und Furcht vor etwas Konkretem unterschieden.

Angst als Furcht braucht also so etwas wie ein Gegenüber, etwas vor dem man Angst hat, etwas, das als Bedrohung wahrgenommen wird und so zur Emotion „Angst“ wird. Man fürchtet sich, der Puls erhöht sich, man versteckt sich oder vermeidet möglicherweise die Situation und notwendige Auseinandersetzungen mit dieser Situationen.

Der Berliner Platz gilt als Angstraum. Einigen Personen sogar als Albtraum. Also als ein Raum, der bei einigen Personen Ängste auslöst. Sowohl konkrete Furcht wie etwa vor bestimmten Personengruppen, die den Berliner Platz nutzen, als auch allgemeine diffuse Ängste, die nicht so recht greifbar bzw. konkretisierbar sind.

Angstmaßnahmen
Kann man an die Angst ein Maß anlegen? Die Angst maßnehmen? Die Angst ausmessen, indem man sie etwa durch Fragebogen konkretisiert?
Einen Versuch dazu hat das #422 Quartiersmanagment im vergangenen Jahr unternommen.
Am vergangenen Donnerstagabend wurden in der Färberei die Ergebnisse dieser Befragung zum Thema „Umfeldgestaltung Berliner Platz“ vorgestellt und erklärt wie es nun weitergehen soll. Auch wenn es bei dem Fragebogen, der von knapp 300 Personen ausgefüllt wurde, nicht vornehmlich um Angst ging, waren eine Vielzahl der Antworten vom Begriff der Angst geprägt. Bei der Veranstaltung selbst wurden sowohl Furcht als auch Angst deutlich. Etwa wenn zunächst keine Fragen im Plenum gestattet waren. Das mag sicherlich auch an anderen Gründen liegen, offenbart aber möglicherweise, dass man sich vor einer Diskussion im Plenum, die polarisiert und so an die Grenzen geht, fürchtet.

Den rund 40 Personen, die zu dieser Veranstaltung kamen, wurde nochmal verdeutlicht, dass der Berliner Platz selbst, zu dem interessanter Weise die meisten Rückmeldungen in den Fragebögen kamen, einer Sperrfrist bis Ende 2021 unterliegt. Das war einigen Anwesenden auch bei der nunmehr dritten Veranstaltung zum Thema Umfeldgestaltung nicht völlig klar. Hier wird aus meiner Sicht bereits deutlich, dass der Berliner Platz wenn überhaupt nur künstlich von seinem räumlichen Umfeld wie „Ritterhauser Platz“ oder etwa „Rosenau/Bahnhofsvorplatz“ getrennt werden kann. Wenn Personen vom Berliner Platz sprechen, denken Sie das Umfeld mit. Wenn man vom Umfeld des Platzes spricht, so wird der Platz an sich direkt mitgedacht. In dieser „Sprache über den Platz“ werden Ängste artikuliert und manches Mal wird dabei meist eine eher unklare allgemeine Angst gemeint. Ein ungutes Gefühl. Hinzu kommt die Furcht vor konkreten Situationen, die letztlich unbekannt sind. Die Furcht steht in der Spannung zwischen konkret wahrgenommenen Situationen und dem Unbekannten. In gewisser Weise ist von einer doppelten Angst die Rede. Sie führt zu einem Vermeidungsverhalten und Vorschlägen wie „Warum wird der Berliner Platz nicht ein Parkplatz?“ Das was einen fürchtet soll verdrängt werden. In einem Raum, in dem man sich selbst nicht bewegt.

Fürchtet euch nicht!
Wer in die Bibel schaut findet an einigen Stellen den Satz „Fürchte dich nicht“. Ein Gegenvorschlag zur möglichen Vermeidung. Ein Aufruf, sich eben nicht zu fürchten. Ein Versprechen. Fürchtet euch nicht vor dem Neuen oder Unbekannten. Sondern sich auf die Dinge einmal einzulassen Beispielsweise soll Jakob sich nicht fürchten nach Ägypten zu hinabzuziehen (1Mo 46,3). Zacharias soll sich im neuen Testament nicht fürchten, als der Engel ihm mitteilt, seine Frau Elisabet sei schwanger (Lk 1,13)
Als die Frauen an das leere Grab kommen, ist es der Engel, der ihnen mitteilt, sie sollen keine Furch haben (Mt 28,5) und ziemlich zum Ende des Matthäus Evangeliums (Mt 28,10) ist es Jesus selbst, der seinen Jüngern sagt „Fürchtet euch nicht!“.
All diesen Situationen, in denen gesagt wird „Fürchtet euch nicht“, ist gemeinsam, dass Sie teils verwirrende und fast immer herausfordernde Situationen sind. Das „Fürchtet euch nicht“ ist in diesen Situationen keineswegs als Vertröstung oder Beruhigung zu verstehen, wie Dr. Werner Kleine in seinem Beitrag im Blog Dei Verbum sehr gut deutlich gemacht hat. Siehe dazu: http://www.dei-verbum.de/wider-die-vorschnelle-beruhigung-…/.

So sind wir auch heute noch aufgefordert, uns nicht zu fürchten. Gerade wenn es um den Berliner Platz und sein Umfeld geht, sollten wir uns nicht vor den notwendigen Diskussionen fürchten. Keine Angst davor haben, dass auch die Gruppen auf dem Berliner Platz in die notwendigen Diskurse hineingenommen werden. Und zwar in einem für alle angemessenen Rahmen. Einem Rahmen, der auch Räume der Mitsprache für die „Randgruppen“ ermöglicht. Denn nur, wenn alle beteiligt sind, kann etwas bewegt werden. Andernfalls geht es am Ende doch nur um Beruhigung. Was ändern neue Bäume an der Gesamtsituation? Das Problem liegt tiefer. Dieses gilt es, zu eruieren. Und vor dieser Problemanalyse und den notwendigen Worten keine Angst zu haben.

„Fürchtet euch nicht!“ – Gott

Btw: Eine Neuformatierung der Berliner Platzes wird am morgigen Samstag die OASE OBERARMEN mit der „ANGST TRAUM WELT“ von 16 bis 18 Uhr versuchen. Menschen sind eingeladen, ihr Ängste einmal abzugeben und so dazu beizutragen, dass der Berliner Platz wenigstens in diesen zwei Stunden angstfreier wird.


Randnotiz ist eine lose Folge von Gedanken zu aktuellen Themen rund um Oberbarmen. Verfasst vom theologischen Mathematiker Max Moll, Leiter des Berliner Plätzchens.

MollTalk

MollTalk März

ex oriente lux

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Die Ausstellung ex oriente lux ist noch bis zum 26.2 im Berliner Plätzchen zu sehen. Zu sehen sind 17 Bilder die sich mit dem Thema Licht und Dunkelheit auf Oberbarmen.

Die Finissage ist am 26.2 um 16 Uhr im Berliner Plätzchen.

Aschekreuz to go

Katholische Citykirche Wuppertal macht am Berliner Plätzchen auf eine alte Tradition aufmerksam

 

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Mit dem Aschermittwoch beginnt für Christinnen und Christen alljährlich die 40tägige österliche Bußzeit, die der Volksmund als „Fastenzeit“ bezeichnet. In der römisch-katholischen Tradition wird die österliche Bußzeit durch zwei Fast- und Abstinenztage (Aschermittwoch und Karfreitag) gerahmt, die Zeit dazwischen dient in besonderer Weise der Vorbereitung auf das höchste Fest des Kirchenjahres, dem sogenannten „Triduum Paschale“: An drei Tagen von Gründonnerstag bis zur Osternacht werden Tod und Auferstehung Jesu Christi gefeiert, die das innere Fundament des christlichen Glaubens bilden.
Traditionell wird in den römisch-katholischen Kirchen am Aschermittwoch das Aschenkreuz ausgeteilt. Dazu wird entweder Asche auf das Haupt der Glaubenden gestreut oder die Stirne mit einem Kreuz aus Asche bezeichnet. Dazu wird der Satz gesprochen: „Bedenke Mensch, dass du Staub bis und wieder zum Staub zurückkehren wirst.“ Die Asche selbst erinnert an die Vergänglichkeit des Menschen. Gerade von der Vergänglichkeit her wird der wahre Wert des Lebens erst sichtbar. Jeder Mensch und jedes Menschen Leben ist einzigartig. Das Aschenkreuz zu empfangen ist daher sicher ein Zeichen persönlicher Demut aber auch der Zusage an den Wert des Lebens. Es wird von hierher zu einem Segenszeichen.
Die Katholische Citykirche Wuppertal macht am diesjährigen Aschermittwoch mit einer besonderen Aktion auf diese alte Tradition aufmerksam. Pastoralreferent Dr. Werner Kleine wird am Mittwoch, dem 1. März 2017 (Aschermittwoch) von 11.45 bis 14.00 Uhr am Berliner Plätzchen (Berliner Str. 173/Ecke Langobardenstr. in Wuppertal-Oberbarmen) sein. Um 12 Uhr wird eine kurze Andacht zum Aschermittwoch gehalten. Danach besteht die Gelegenheit im bzw. am Berliner Plätzchen das Aschekreuz und den damit verbundenen Zuspruch, der Mahnung und Segen zugleich ist, zu empfangen. Um 12.30 Uhr, 13.00 Uhr und 13.30 Uhr wird Pastoralreferent Dr. Kleine auch über den Markt am Berliner Platz gehen und dort auf Wunsch das Aschekreuz austeilen.

Oberbarmen LEBT!

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MollTalk – der Vierte

„Es gibt keine Zufälle.“
Roman Rösener zu Gast beim letzten MollTalk im Advent.
 
Gebürtig aus Wuppertal stammend hat Roman Rösener eine abwechslungsreiche Lebensgeschichte hinter sich. Diese ist vor allem dadurch geprägt, dass er zu verschiedenen Zeitpunkten verschiedene Jobs aufgegeben hat, ohne einen Plan in der Hinterhand gehabt zu haben. Nach einer Ausbildung zum Hotelfachmann stand für ihn schnell fest, dass er nicht in diesem Bereich arbeiten wollen würde. Er absolvierte ein Studium der Wirtschaftswissenschaften mit dem „Schwerpunkt Kulturmanagement“. Es folgten Stationen in Schwerin und beim Tanztheater Basel. Wobei er dort nur kurz verblieb, obwohl ihn gerade die Aufgabe als Geschäftsführer in Basel zunächst große Freude machte. Nach Basel folgte das Theater Jena, wo Rösener insgesamt acht Jahre verbrachte. Wie auch in Schwerin lernte er hier die Offenheit für neues schätzen, aber auch den Umgang mit manch alteingesessenen Mitarbeiter. Diese Zeit endete für Rösener, als er merkte, dass sein Handeln teilweise darauf abzielte das „Erreichte“ zu konservieren. Nachdem er seine Backpackerzeit in Südamerika nachgeholt hatte, folgten unteranderem eine Station beim Goetheinstitut in Jakarta. Im Gespräch stellte Rösener heraus, dass es keine negativen Erfahrungen gäbe.
Letztlich begann er 2010 eine Ausbildung zum Heilpraktiker. 2012 entdeckte er für sich den Jakobsweg, den er auch heute noch regelmäßig geht.
https://quantenpraxisberlin.wordpress.com
 

 

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MollTalk – der Dritte

Betrachtet man die Lebensstationen von Bernhard Anton Lense wird deutlich, dass er eine etwas längere Reise hinter sich hat. Ursprünglich aus dem Unterallgäu stammend ist er über Berlin, Unterallgäu nach Xanten gekommen, in dessen er auch heute noch lebt.
Im Gespräch mit Max Moll wurde der Lebensweg von Lense nachgezeichnet, der an mehreren Stellen von tiefgehenden Rissen begleitet wurde. „Ich hatte eigentlich alles. Und dann kamen erste Lebensprobleme auf“, so Lense mit Blick auf seine Familie. Irgendwann sei in einer Spielhalle gelandet und aus einmal die Woche ein Automat, wurden letztlich 10 Automaten gleichzeitig, bis schlussendlich alles rauskam und Lense alles verlor. Durch die Fazende da Esperanca in Berlin – Fazenda da Esperanca ist ein internationales pastorales Projekt, das Jugendlichen und jungen Erwachsenen hilft, ihre Sucht zu überwinden – fand Lense zurück ins Leben. Auch wenn dieses Leben nicht mehr wie früher war. In der Zwischenzeit hatte seine Frau ihn verlassen. Eine Operation mit folgenreichen Komplikationen führe ein weiteres Mal zum Verlust von allem. Monatelang war Lense im Koma. Es folgte ein langer Kampf der Rehabilitation. Nach einer Anfrage der Fazenda aus Xanten einen Pater zu pflegen, entschloss er sich, diese Aufgabe anzunehmen und so etwas von dem zurückzugeben, was er in seinen zwölf Monaten in Berlin erhalten hatte.

Weitere Infos zur Fazenda der Esperanca und deren beeindruckende Arbeit: http://www.fazenda.de/

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